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Nachfolgehilfe für Familienbetriebe

Das Bankhaus Spängler berät Familienbetriebe bei der Nachfolgesuche. Heinrich Spängler und Werner Zenz, Aufsichtsrats- und Vorstandschef, sprechen über diese heikle Aufgabe.

 1812 bs pic HSP 3 smallAufsichtsratsvorsitzender Heinrich Spängler und Vorstandssprecher Werner G. Zenz  (v.l., Foto: A. Hauch) berichten über Familienunternehmen, die Nachfolgethematik, die Digitalisierung, die Kunst, Nein sagen zu können und geben eine Antwort auf die Unsicherheit an den Kapitalmärkten.

Auszüge aus dem Interview

Die Presse: Ökonomen und Finanzexperten sehen unsichere Zeiten auf uns zukommen. Die Konjunktur flaut ab, die Aktienmärkte lassen Federn. Was sagen die Experten der Spängler Bank?

Werner Zenz: Sie sagen: Unsere Bank gibt es seit 190 Jahren, die von Unsicherheit geprägt waren. Zwei Weltkriege, sieben Währungsreformen. Das ist Teil unseres Geschäfts. Übrigens: Im Geschäft spüren wir noch keine Unsicherheit. Die Kapitalmärkte sind verunsichert, das  hat natürlich Auswirkungen auf das Anlegerverhalten.

Heinrich Spängler: Unsicherheit ist immer eine Chance für jenen, der Vertrauen genießt. Und wir sind gesund. Wir haben all den Blödsinn vor 2008 nicht mitgemacht, wir müssen ihn aber mit ausbaden. Vor zehn Jahren waren bei uns sieben Mitarbeiter für Compliance zuständig, heute sind es 17. Das ist verrückt.

Die Presse: Ist es nicht die hohe Kunst, zu den verlockendsten Dingen Nein zu sagen?

Zenz: Neben mir sitzt Heinrich Spängler, der immer sagt: „Der Bank geht es deshalb so gut, weil sie öfter Nein als Ja gesagt hat.“ Als junger Mitarbeiter war ich einst erstaunt, wie die Kreditexperten hier damit geprahlt haben, dass sie so viele Kredite abgelehnt haben. Heute weiß ich, dass das im Kreditgeschäft richtig ist.

Die Presse: Was hat sich seit der Finanzkrise für die Spängler Bank geändert?

Zenz: Es hat eine Rückbesinnung auf regionale Qualität stattgefunden. Nach dem Motto: Dieser Bankier ist greifbar, der sitzt nicht irgendwo. Wenn wir nebenan ins Kaffeehaus gehen, klopfen uns hin und wieder Kunden auf die Schulter und sagen: „Passt du mir eh auf mein Geld auf?“ Diese Nähe zum Kunden hat eine ganz neue Bedeutung gewonnen.

Spängler: Und bei aller Digitalisierung: Geht es um etwas wirklich Entscheidendes, dann zählt die persönliche Komponente.

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