Währungsübersicht 
2. Quartal 2020

Unsere Investment-Experten haben die wichtigsten Leitwährungen analysiert.

US-Dollar (USD)

Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie machten sich im zweiten Quartal auch beim EUR/USD Wechselkurs bemerkbar und haben diesen kräftig unter Druck gesetzt. Zusätzlich wurde dieser durch mehrfache geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank, wie auch der Europäischen Zentralbank beeinflusst. Trotz zuletzt schwacher Wirtschaftszahlen in den USA entwickelte sich der USD gut. Eine hohe Volatilität am Ölmarkt konnte dem Dollar einen Vorteil gegenüber dem EUR verschaffen. Ausgehend von einer nur vorübergehend hohen Ölpreisvolatilität, sollte sich der EUR gegenüber dem USD jedoch wieder einigermaßen erholen. Die Analysten rechnen hier mit 1,10 EUR/USD bis zum Ende des dritten Quartals.

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Britisches Pfund (GBP)

Zusätzlich zu den Risiken eines drohenden No-Deal-Brexits zeigt sich das Pfund aufgrund der Corona-Krise von einer besonders volatilen Seite. Ausgehend von tiefen Rezessionserwartungen für Großbritannien wurden von Seiten der Regierung staatliche Soforthilfen und eine Leitzinssenkung auf 0,10 % umgesetzt. Fortlaufende Abwertungsrisiken des Pfunds bleiben laut Analysten jedoch aufgrund belastender Brexit-Themen im Fokus.

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Schweizer Franken (CHF)

Trotz eines starken Corona-bedingten Wirtschaftseinbruchs in der Schweiz gilt der Franken nach wie vor als sicherer Hafen unter den Währungen. Dieser bewegt sich seit mehreren Wochen in einem engen Korridor zwischen 1,05-1,06 zum EUR und steht in Anbetracht der bevorstehenden globalen Rezession unter starkem Aufwertungsdruck. Um diesen zu verringern und eine stabile Inflation aufrecht zu erhalten, bedient sich die Schweizer Nationalbank geldpolitischer Maßnahmen. Eine Erholung des Eurolands und eine damit einhergehende Abwertung des Franken wird dagegen erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Die Analysten rechnen hier mit 1,06 EUR/CHF bis zum Ende des dritten Quartals.

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Japanischer YEN (JPY)

Der EUR/JPY Wechselkurs zeigt sich unter der COVID-19 Pandemie sprunghaft, ohne einen nachhaltigen Trend vorzuweisen. Tendenziell bewegt sich das Währungspaar längerfristig jedoch leicht abwärts. Die Corona-Krise hat Japan zwar erst später getroffen, jedoch wäre der Inselstaat auch ohne die vorherrschende Pandemie in eine Rezession geschlittert. Weitreichende geldpolitische Stabilisierungsmaßnahmen der japanischen Notenbank stellen mittlerweile einen wesentlichen Anker der Volkswirtschaft dar. Einer nachhaltigen Erholung der japanischen Wirtschaft geht jedoch eine Normalisierung der Geldpolitik voraus. Die Analysten gehen für das dritte Quartal somit von einer Wechselkursentwicklung hin zu 117,00 EUR/JPY aus.

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Wichtige Hinweise

Quelle Grafiken und Tabellen: Factset. Bei den Prognosen handelt es sich um keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung. Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information und ersetzen nicht eine, insbesondere nach rechtlichen, steuerlichen und produktspezifischen Gesichtspunkten notwendige, individuelle Beratung für die darin beschriebenen Finanzinstrumente. Die Information stellt weder ein Anbot, noch eine Einladung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und dient insbesondere nicht als Ersatz für eine umfassende Risikoaufklärung. Die jeweils gültigen Bedingungen jedes Finanzproduktes und weitere Informationen finden Sie unter www.spaengler.at bzw. beim jeweiligen Produktanbieter. Für Detailauskünfte zu Risiken und Kosten steht Ihnen Ihr persönlicher Berater im Bankhaus Spängler gerne zur Verfügung. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen wurden sorgfältig erarbeitet und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig erachtet werden. Alle Informationen, Meinungen und Einschätzungen in diesem Dokument geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers bzw. der Verfasser zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern. Die dargebrachten Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft wider. Die Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft ist nicht dazu verpflichtet, dieses Dokument zu aktualisieren, zu ergänzen oder abzuändern, wenn sich ein in diesem Dokument genannter Umstand, eine enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. Die Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Genauigkeit der hierin enthaltenen Informationen, Druckfehler sind vorbehalten.