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Anständig sein und Maß halten

Im Bankhaus Spängler, Österreichs ältester Privatbank, hält man traditionelle Werte hoch. Aber 190 Jahre Geschichte lehren, dass man nur dann eine Zukunft hat, wenn man sich neuen Entwicklungen nicht verschließt. Mit dem Mix aus persönlicher Beratung und Digitalisierung fühlt sich die Führung der Bank gut gerüstet. Der Aufsichtsratsvorsitzende KR Heinrich Spängler und der Vorstandssprecher Dr. Werner G. Zenz geben im Interview mit den Salzburger Nachrichten Einblicke

  • in das Familienunternehmen Spängler,
  • wie die Privatbank bisher alle Krisen erfolgreich überstanden hat,
  • in das Geschäftsmodell, die Geschichte und die Eigentümerstruktur der Privatbank, 
  • was sich in der Branche geändert hat und
  • in die Digitalisierung und die Online-Vermögensverwaltung.

 pic Interview HeinrichSpaengler WernerZenzVorstandssprecher Werner G. Zenz und Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Spängler (v.l., Foto: A. Hauch) berichten über die Geschichte der Bank, Tradition, Innovation und die Zukunft.

Auszüge aus dem Interview

SN: Abgesehen davon, dass die Banken heute strenger reguliert werden, verändert die Digitalisierung die Branche massiv. Wie gehen Sie damit um, das geht ja auch an einer feinen Privatbank nicht vorbei?

Zenz: Im Gegenteil, wir tun alles, damit sie an uns nicht vorbeigeht. Die Digitalisierung ist für uns tatsächlich eine Chance. Klar ist, sie verändert das Kundenverhalten, sie hat auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter und deren Qualifikation. Unsere Aufgabe ist es, die Bank und ihr Geschäftsmodell in die digitale Welt zu bringen. Entscheidend ist dabei, was der Kunde will, wir müssen die Kanäle zur Verfügung stellen. Ich denke, das gelingt uns ziemlich gut, wir haben seit vielen Jahren ein Online-Angebot, das sich sehen lassen kann. Wir sind die erste und bisher einzige Bank, die online eine Vermögensverwaltung anbietet, die Kunden ohne Medienbruch abschließen können und von den Experten der Bank gemanagt wird.

SN: Ist bei der Online-Vermögensverwaltung die Schwelle mit 30.000 Euro bewusst niedrig angesetzt, um neue Kundengruppen anzusprechen?

Zenz: Ja. Unsere Antwort ist, dass wir nicht neue Filialen eröffnen, sondern digital neue Kundengruppen erschließen. Der Vorteil dabei ist, dass enorm viel Papier und Bürokratie eingespart wird. Wir kombinieren die persönliche Beratung mit digitaler Kompetenz.

Spängler: Sonst bekommt man ja keine jungen Kunden, die müssen wir so ansprechen. Worauf wir stolz sind, ist, dass der Kunde mit 30.000 Euro dieselbe Asset Allocation bekommt wie der mit 30 Millionen.

Zenz: Und jeder Kunde bekommt, wenn er das will, einen Berater zur Seite gestellt. Dieses hybride Modell ist die Zukunft für unser Haus.

SN: Wenn wir zehn Jahre in die Zukunft blicken, wo wird das Bankhaus Spängler beim 200-Jahr-Jubiläum stehen?

Spängler: Die Bank wird es geben, weil sie gesund ist und mit rund 250 Mitarbeitern überschaubar und flexibel. Die Stimmung im Haus ist mindestens so gut wie vor 2008, unsere Mitarbeiter bleiben im Durchschnitt 16,5 Jahre bei uns, das ist ein sehr schöner Wert. Ich bin alles in allem sehr zuversichtlich.

Lesen Sie das gesamte Interview (PDF)